Für Milchviehhalter bestimmt sich der Wert von Futtermitteln nicht durch ihren Preis pro Tonne, sondern durch ihre Verdaulichkeit und Milchverwertung. Während Luzerneheu im Nahen Osten lange Zeit die Standard-Proteinquelle war, deuten Laborergebnisse darauf hin, dass hydroponisch angebautes Gerstenfutter eine höhere Bioverfügbarkeit aufweist.
Dieser Bericht vergleicht das Nährstoffprofil von herkömmlichem, getrocknetem Luzerneheu mit dem von Lyine hergestellten, 7 Tage lang hydroponisch angebauten Gerstengras. Die Daten erklären, warum Betriebe, die auf hydroponische Systeme umstellen, innerhalb von 30 Tagen eine Steigerung der Milchleistung um 10–15 % verzeichnen.
Die folgende Tabelle fasst Daten aus typischen Futteranalysen (auf Trockenmassebasis) zusammen:
| Parameter | Trockenes Luzerneheu (gute Qualität) | Hydroponisches Gerstenfutter |
| Rohprotein (RP) | 16% - 18% | 18% - 24% (Wurzel & Trieb) |
| Verdaulichkeit | 60% - 65% | 90% - 95% |
| Energie (ME) | 8,5 - 9,5 MJ/kg | 11,5 - 12,5 MJ/kg |
| Vitamingehalt | Niedrig (Verschlechtert sich bei Lagerung) | Hoch (Reich an Vitamin A, E, Biotin) |
Die wichtigste Kennzahl ist die Verdaulichkeit .
Wenn eine Kuh 10 kg trockenes Heu frisst, gehen etwa 4 kg als Dung verloren, da das Tier die zähe Zellulose nicht aufspalten kann. Im Gegensatz dazu ist hydroponisch gezogenes Gerstenfutter jung, zart und reich an lebenden Enzymen.
Neben der Milchmenge wurden in Langzeitstudien an Milchviehherden in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten signifikante gesundheitliche Verbesserungen nach der Einführung von Frischfutter beobachtet:
Der teilweise Ersatz von trockener Luzerne durch hydroponisch angebaute Gerste ist nicht nur eine kostensparende Maßnahme, sondern auch eine ernährungsphysiologische Verbesserung. Durch die Bereitstellung eines lebendigen, enzymatischen Futters optimieren Sie das biologische Potenzial Ihrer Herde.
Technische Beratung
Sie möchten eine konkrete Futterration für Ihre Herde erhalten? Kontaktieren Sie die Agraringenieure von Lyine . Wir können Ihnen Fallstudien mit konkreten Futterrationsänderungen für Holstein- und Jersey-Herden zur Verfügung stellen.
F: Wie viel hydroponisches Futter sollte ich einer Milchkuh geben?
A: Wir empfehlen 10 bis 15 kg Frischfutter pro Kuh und Tag, was etwa 50 % des Trockenfutters und einen Teil des Kraftfutters ersetzt.
F: Verursacht es Durchfall?
A: Nein, vorausgesetzt, die Einführung erfolgt schrittweise über 5–7 Tage, damit sich die Pansenbakterien anpassen können. Die hohe Verdaulichkeit verbessert sogar die Kotkonsistenz.